Helenca Koch - Architektin, Sachverständige & Energieberaterin
Architektin, Sachverständige & Energieberaterin

Projekte

Um- und Anbau Wohnhaus

Konstanz

Projektbeschreibung

Die Situation

Das mitte der 50er Jahre inmitten eines parkartigen Grundstücks direkt am Bodenseeufer errichtete großzügige Wohnhaus mit herrlichem Blick auf den See und das schweizer Ufer sowie die in der Ferne liegende Kernstadt, wurde vom Erbauer in zwei eigenständige Wohnhäuser aufgeteilt und anschließend die östliche Haushälfte verkauft.

Den neuen Besitzern gefiel zwar die Lage des Hauses, es fehlte jedoch die Erschließung des Hauses, die komplette Haustechnik, ein Gästezimmer, Bäder, eine Küche und eine Garage. Wie aber die Raumbedürfnisse der neuen Besitzer im Altbestand unterbringen um gleichzeitig auch den technischen und ökologischen Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden?

Die Lösung

Die Entscheidung war Zwangsläufig, dass nur mit Hilfe einer Verlängerung des Hauses durch neuen Anbau an der Ost- und Nordseite sowie mit einem entsprechenden Energiekonzept eine Vernünftige Modernisierung verwirklicht werden kann.Zudem sollte eine ansprechende Neugestaltung des Gartens das neu gebildete Grundstück großzügiger erscheinen lassen.

Beim Umbau des Hauses bestand der wesentliche Zugewinn in einem eingeschossigen Anbau mit flach geneigtem Pultdach, der im Winkel von 30° unmittelbar an das Haupthaus anschließt und die Eingangshalle, den Wirtschaftsraum und die Küche aufnahm.

Im Erdgeschoss des Kerngebäudes verbleibt das neu gebildete Gästezimmer und der Wohnraum, der in einer Flucht mit dem Essraum und der angebundenen Küche gewissermaßen die »öffentliche« Zone darstellt. Vom Eingangsbereich führt sowohl eine neue zweiläufige Stahlbetontreppe mit Podest ins Kellergeschoss zu dem Technik- und Vorratsraum als auch eine neue zweiläufige Stahltreppe mit Podest ins Obergeschoss zu dem »privaten« Bereich mit zwei Schlafräumen, zwei Bädern und einem umlaufenden Balkon an der Süd- und Ostfassade. Von hier aus können die Bewohner den großartigen Blick auf den nicht weit entfernten See genießen.

Über einen überdachten und zum öffentlichen Straßenraum gegen neugierige Blicke mit Edelstahlgittergewebe abgeschirmten, rollstuhlgerechten Verbindungsgang zwischen der neuen Garage und dem Anbau erreicht man eine überdachte Vorzone mit dem Hauseingang.

Markantes Erkennungszeichen des Anbaus ist ein über die gesamte Höhe der Nordfassade auskragender, mit Sandstein verkleideter und mit einem flach geneigtem Pultdach versehener Treppenhausturm. Der Garten wurde zu einem spannenden, räumlichen Gefüge mit unterschiedlich platzierten Terrassen umgewandelt. Der südliche Teil des Grundstücks ist Rasen und altem Baubestand vorbehalten.

Bauweise und Materialien

Wände: Beton und Mauerwerk
Decken: Hohlkörperdecke als Bestand mit abgehängter Decke
Dach: Bestand als Satteldach mit Ziegeldeckung, Anbau, Treppenhausturm und Garage als flach geneigtes, gedämmtes Pultdach mit Zinkblech

Bei der Baustoffwahl wurde auf ökologisch verträgliche Materialien geachtet. Das bestehende Dach wurde wärmegedämmt und mit neuen Ziegeln gedeckt, die neue und bestehende Außenfassade mit Vollwärmeschutzsystem und mineralischen Putz versehen und die Fenster mit Wärmeschutzverglasung ausgeführt.

Energiekonzept

Erdwärmepumpe, erschlossen über Erdwärmesonden, Wärmeverteilung über Fußbodenheizung, Unterstützung der Warmwasserbereitung durch zwei Vakuum-Röhrenkollektoren und Photovoltaikanlage für Stromgewinnung auf dem flach geneigtem Pultdach der Garage tragen neben einer verbesserten Wärmedämmung aller Außenwände und Dächer zu optimalen Energiebilanz bei.

Daten

Bauherr: Dr. med. Verena und Franz Hamann
Bauausführung: Helenca Koch, Freie Architektin
Grundstücksgröße: 712 m²
Wohnfläche: 165 m²